Trauerbegleitung

Familientrauerbegleitung ist eine Wegbegleitung für die wohl schmerzhafteste Erfahrung unseres Lebens: den Tod eines nahen Familienmitgliedes: eines Kindes, Schwester oder Bruder, eines Liebespartners/Liebespartnerin, Vater oder Mutter, Oma oder Opa etc.

Der Tod eines Kindes, ist für Familien der schwerste Verlust, der vorstellbar ist. Alles sträubt sich in uns, unser natürliches “Ordnungsgefühl” ist in Aufruhr, wenn Kinder vor ihren Eltern sterben.

Oft geht es auch darum, ganz praktische Dinge bei einem nahenden Abschied zu entscheiden, Schweres und Ungesagtes noch anzusprechen oder Kinder und Jugendliche einzubeziehenden und die kostbare, noch verbleibende Zeit trotz allem gut zu nutzen.

Trauerbegleitung kann auch heißen, schwierig verlaufene Trauerprozesse zu unterstützen. Wenn Trauer zur aktuellen Stunde keinen Raum finden kann oder ein schwerer Schock, ein erschreckendes Erlebnis uns erstarren lässt, dann sprechen wir von Trauma. Mit einer achtsamen und behutsamen Begleitung kann der “steckengebliebe” Trauerprozess zum Abschluss gebracht werden und wir können wieder ganz am Leben teilhaben.

Abschied „will“ gestaltet werden – wenn dies gelingt, können wir die Erfahrung von Tod und Verlust in unser Leben integrieren und es kann für uns und unsere Familie gut weitergehen.

Dieser Weg braucht viel Mitgefühl und Mut, Raum und Ideen wie es funktionieren kann, Gemeinschaft und Begleitung.

Im Mittelpunkt der Trauerarbeit steht das Gespräch, das einfühlsame und respektvolle Zuhören.

Die imaginative Arbeit hilft zu entspannen, Ruhe und Kraft zu finden, Abschied behutsam zu erleben zu gestalten und nachzuholen.

Schwierige Gespräche gehören ebenfalls zum Abschiednehmen in Familien: das können unausgesprochene Konflikte sein, beispielsweise wenn es darum geht Pflegeleistungen für „alt gewordene“ Eltern zu organisieren, Erbschaft und Nachlass zu regeln, einem Kind die ganze Wahrheit über den bevorstehenden Tod eines Elternteiles zu erzählen oder der Bitte eines Abschiedsfestes von einem Sterbenden nachzukommen.

Schwierige Gespräche lassen sich gestalten- ich unterstütze sie mit Elementen aus der Gewaltfreien Kommunikation, Mediation , Council, gerne auch mit gestalteten Gesprächen im Kreise der Familie, um noch offenen Themen einen Raum zu geben.

Rituale zur richtigen Zeit und am richtigen Ort können Trauerprozesse kraftvoll unterstützen. Sie bieten die Möglichkeit sich auf die Veränderung in ganzer Tiefe, in einem feierliche und sicheren Rahmen einzulassen: das kann ein großes Fest sein oder aber ein ganz bewusster Naturspaziergang- es kommt auf die innere Einstimmung und Einstellung dazu an- ich begleite sie gerne damit einen ganz eigenen Weg zu gehen.

Sternkinder

Still geboren, Fehlgeburt, Schwangerschaftsabbruch aufgrund von Pränataldiagnostik, nicht mehr erfüllbarer Kinderwunsch usw. … das alles sind Themen die neben dem Verlust eines geborenen Kindes ebenfalls sehr belasten und die ganze Familie betreffen. Frauen sind von dieser Thematik besonders betroffen. Ich begleite sie gerne im Einzelkontakt oder in der Gruppe.