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Herzliche Einladung zum kommenden : Offenen Abend, 31.10.18, 19.00-22.00 h

… wie gehabt, Genogramm und Familienaufstellung und NEU „ Im Lichte der Natur“ – ein erweitertes Aufstellungsmodell, eine Bereicherung für unser tägliches Leben.

Unsere Ahnen, Wurzeln – vom Herbst in den Winter

Der erste November, Allerheiligen, Halloween, Samhain nahen und damit unaufhaltsam das Einsetzen der dunklen Jahreszeit. Unsere Vorfahren, die Kelten feierten mit Samhain, dem heutigen Halloweenfest, den Beginn des neuen Jahres. Die Ernte war eingebracht, die Arbeit draußen beendet, alles, was nach dem 1. November noch auf dem Feld oder im Garten stand, wurde der Erde, der Natur als Geschenk und Nahrung für die kalte Jahreszeit gegeben.
Das Tor des Nordens, des Winter sei in der Zeit um den 1. November besonders durchlässig, so glaubten es die Kelten und auch die Christen. Ein Fest welches gleichermaßen mit Angst vor den Geistern der Nacht und vor den Verstorbenen und mit Liebe und Dankbarkeit für die Vorangegangenen, die Ahnen, die unser Leben hier möglich machten, begangen wurde. Das Haus wurde geputzt und aufgeräumt, der Ofen gelöscht und gesäubert, am Esstisch wurde ein leerer Platz festlich eingedeckt für die Ahnen, die Verstorbenen der Familie, den Geistern draußen wurde etwas vom Festessen geopfert, um sie freundlich und wohlwollend zu stimmen .
Auch heute noch verkleiden sich Kinder als Halloween-Geister und ziehen in der Dunkelheit von Haus zu Haus und sammeln „Süßes und Saures“, ein Umzug, der sich unmittelbar an dieses alte Brauchtum anschließt.
Zu Allerheiligen werden in katholischen Gegenden Menschen und Gräber gesegnet, Lebende und Verstorbene treten in Kontakt, weiße Chrysanthemen, die typischen Allerheiligenblumen schmücken die Gräber, ein Symbol der Wahrhaftigkeit und der Liebe, die den Tod überdauert.
Es erfordert Mut, sich der Kraft des Winters, der Dunkelheit, des Nordens zu stellen, den Ahnen in Dankbarkeit, Liebe und Respekt zu begegnen, ihnen wieder einen Platz einzuräumen und Verstrickungen und Verletzungen einen Moment lang ruhen zu lassen, um weiter in die Tiefe zu gehen und vielleicht einen kurzen Blick und einen leisen Atemzug auf das große Ganze zu werfen, um mit einer tieferen Einsicht zurückzukehren und dem Unerlösten neu zu begegnen.
Gerade in der Winterzeit treten die unerledigte Geschäfte, Verstrickungen, die Lasten der familiären Vergangenheit und damit verbunden, heftige Gefühle oftmals mit großer Vehemenz in Erscheinung. Man sieht es daran, wie viel Leid, Sorge, Streit und Ratlosigkeit in vielen Familien schon jetzt im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest entstehen.
Die reiche Ernte des Herbstes, des Westens und die Stille des Winters, des Nordens können uns helfen mit einer erweiterten bewussten Kraft, den unerledigten Geschäften der Vergangenheit zu begegnen und sie Stück für abzulösen, zu heilen zum höchsten Wohle aller: der jetzt Lebenden, der kommenden und der vorangegangenen Generation.

Herzliche Einladung zum Offenen Abend. In kleinen Aufstellungsformaten im „Lichte der Natur“ nähern wir uns den Kreis des Lebens, den vier Jahreszeiten, vier Himmelsrichtungen, vier Tageszeiten, vier Elementen bewusst, Kräfte, die uns ohnehin ständig begleiten und umgeben.

Familienbande sichtbar machen … oder: Was ist ein Genogramm?

Das Erstellen eines Genogramms ist eine Entdeckungsreise in ein unbekanntes Land. Es ist das Land unserer Familie, unserer Wurzeln, unserer Ahnen und das unserer gegenwärtigen Familiensituation. Im Genogramm werden Personen, Verbindungen und Beziehungen durch Symbole sichtbar gemacht. Es ähnelt den großen Familienstammbäumen, die wir aus Herrenhäusern und Schlössern bekannter Familienverbänden kennen: gut sichtbar bedecken sie oft ganze Wände und sie zeigen klar, wer zu dieser Familie gehört, in welchem Bezug Männer und Frauen zueinander standen (z.B. verheiratet, getrennt, Kinder, Eltern, Großeltern…) wann sie geboren wurden, wann sie gestorben sind.

Genogramme und Familienstammbäume regen zu Fragen an: „Was ist da passiert? – „Warum hat XY nur so kurz gelebt?“ – „Warum gibt es keine Kinder in der Beziehung von XZ?“ – usw.

Plötzlich wird Familie sichtbar und erlebbar. Wir können auch eine gezielte Frage stellen: Eine beliebte, immer wieder vorkommende Frage ist folgende: „Warum verliebe ich mich immer in den falschen Mann, die „falsche“ Frau?“ Das kann zu der Frage führen: „Wie werden und wurden Liebesbeziehungen in unserer Familie gelebt – was ist geschehen, was wird „totgeschwiegen“, was wissen wir überhaupt!” Und sehr oft ist es so, dass die Genogrammerstellenden am Anfang gar nicht wissen bzw. dies so äußern und Stück für Stück fällt ihnen doch sehr viel ein, ein ganz neues Bild ergibt sich!

Für Eltern und Kinder ist es auch ein spannendes Thema dem auf den Grund zu gehen, wie Eltern und Kinder miteinander leben und wie es unsere Eltern- und Großelterngeneration gemacht hat.  Welche Werte gab und gibt es in der Familie und wie fanden sie Ausdruck? Kinder mögen es besonders gerne, wenn zum Genogramm dann die Fotokiste herausgenommen wird : „Wer sieht wem ähnlich oder hat gar ähnliche Eigenschäften, Vorlieben, Stärken … und wie hat er sie gelebt.“

Eine erhellende, bestärkende und spannende Arbeit für alle- Große und Kleine, die ganz neue Aspekte in unser Bild von Familie bringt, die uns auf unserem Platz im System Familie zeigt und es uns leichter macht, für uns selber und unsere Verstrickungen und Schwierigkeiten ein neues, erweitertes Verständnis und Mitgefühl zu entwickeln.